Nach der grossen Ligareform: Der süsse Duft des Aufstiegs lockt wieder

 

Im zweiten Teil unserer Meisterschaftsvorschau widmen wir uns den Ligen 1 bis 5. Für viele Mannschaften geht es darum, die Liga ihrer Bestimmung zu finden. Zudem lockt jetzt endlich wieder der süsse Duft des Aufstiegs – ganz besonders in der 1. Liga.

 

Die Meisterschaft 2025 hat die Karten respektive die Ligen und Gruppen neu gemischt. Im ersten Teil der Vorschau haben wir die Nationalligen A und B beleuchtet.

 

 

1. Teil verpasst? Hier nachlesen👇

 

In den unteren Ligen hat sich noch viel mehr verändert. Wie die NLB wurde auch die 1. Liga halbiert und dadurch aufgewertet. In der 2. Liga wird in vier Zwölfergruppen gespielt, in der 3. und 4. Liga in vier Zehnergruppen. Der in den letzten Jahren zusammengeschrumpften 5. Liga wurde neues Leben eingehaucht. Dort gibt es neuerdings gleich 6 Gruppen mit je 8 Mannschaften.

 

Und damit zu Teil 2 der Vorschau auf die Meisterschaft 2026:

 

Diese Liga dürfte uns sehr, sehr gut unterhalten! 24 Mannschaften, 12 pro Gruppe, treten an. Die beiden Gruppensieger steigen in die NLB auf. Neu ist: Auch B-Mannschaften sind wieder aufstiegsberechtigt. Ob das eine gute Idee ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Klar ist hingegen: Viele klingende Mannschaftsnamen treffen wir in der neuen 1. Liga an. Apropos Klinge: Über diese mussten vergangene Saison diverse Mannschaften unerwartet springen und absteigen. Und weil wie erwähnt nur die beiden Gruppensieger aufsteigen, werden einige Mannschaften ihre Aufstiegsambitionen begraben müssen.

 

Gruppe 1

In Gruppe 1 wird Schoren A versuchen, seine Traumsaison aus dem Vorjahr zu wiederholen. Wenn das gelingt, sind sie ernst zu nehmende Herausforderer von Biglen-Arni A. Deren Abstieg in der letzten Saison war ebenso überraschend wie bitter: Mit der gleichen Punktzahl wie Zimmerwald A und Hettiswil-Eintracht-Moosseedorf A reichte es aufgrund von neun Nummern nicht zum Ligaerhalt. Mit dieser Bilanz ist klar, welche Schwachstelle Biglen-Arni beheben muss: Nur mit einer besseren Riesleistung ist der Aufstieg in die NLB zu bewerkstelligen. Auch in der 1. Liga gilt neu: Abtun bis in den 20er.

 

Nach Schlagpunkten gehört auch Zuchwil A zu den Favoriten. Aber wir sind skeptisch: Die Entwicklung der Solothurner ging in den letzten Jahren in die falsche Richtung und bei der Riesarbeit sind Defizite vorhanden. Vielleicht strafen uns die Zuchwiler Lügen und schaffen den Turnaround, wir rechnen aber eher mit einem Platz im Mittelfeld. Potenzial, um vorne mitzuspielen, sehen wir insbesondere noch bei Oberdiessbach A, Rütschelen A und Frittenbach-Emmenmatt-Ilfis A. Bei Oberdiessbach und Frittenbach-Emmenmatt-Ilfis stellt sich die Frage, wie gut es ihnen gelingt, ihre Riesarbeit zu adaptieren, da sie 20 Meter mehr abdecken müssen.

 

Dasselbe gilt für die anderen Teams, die den Ligaerhalt geschafft haben: das bereits erwähnte Schoren sowie Hasle bei Burgdorf A und Rohrbachgraben A. Die beiden Letztgenannten sind am Bock weniger stark einzuschätzen und werden sich hart gegen den Abstieg wehren müssen. In den Abstiegskampf involviert sein könnten auch die restlichen Mannschaften: Schafhausen i. E. A kann dabei seine Stärke im Ries in die Waagschale werfen. Büren zum Hof A und Krauchthal-Hub A hatten dort in der vergangenen Meisterschaft so ihre Probleme. Obergerlafingen A hat in den letzten Jahren an Schlagkraft eingebüsst. Wenn sie diese Tendenz nicht stoppen können, sind auch sie akut abstiegsgefährdet.

 

Gruppe 2

Die Gruppe 2 schätzen wir stärker und ausgeglichener ein als Gruppe 1. Hier findet sich überraschend auch Recherswil-Kriegstetten A wieder, das in der vergangenen Saison aufgrund zu vieler Nummern abgestiegen ist. Kriegen sie diese Probleme in den Griff? Falls ja, sind sie der erste Herausforderer von Wäseli B. Die starke zweite Garde von Wäseli ist Favorit. Hinter diesen beiden Mannschaften geht es sehr eng zu und her. Epsach A und Steinen bei Signau A verfügen über Potenzial am Bock, müssen sich aber in der Riesarbeit steigern. Profitieren und zum ersten Verfolger von Wäseli B und Recherswil-Kriegstetten A könnte daher Lyssach A werden. Auch Bern-Beundenfeld B trauen wir einen Platz in den vorderen Rängen zu. Während wir Bramberg A als ziemlich safe ansehen, können wir Zauggenried-Kernenried A und Winistorf-Seeberg A kaum einschätzen. Beide Mannschaften zeigen am Bock grosse Leistungsschwankungen. Sensationssiege und enttäuschende Auftritte wechseln sich da schon mal ab.

 

Bei Zäziwil-Reutenen A, Rüedisbach und Lueg i. E. wird sich ebenfalls die Frage stellen, wie sie mit dem Abtun in den 20er klarkommen. Rüedisbach hat schon oft bewiesen, dass sie den Umgang mit der Schindel sehr gut im Griff haben. Trotzdem sind sie gemeinsam mit Lueg am stärksten vom Abstieg bedroht, während Zäziwil-Reutenen etwas stärker einzuschätzen ist.

 

Fazit: Es gibt einen heissen Tanz in der 1. Liga. Das letztjährige, hochstehende Duell zwischen Schoren A und Wäseli B wird es aufgrund der Gruppeneinteilung zwar nicht mehr geben. Aber es wird spannend zu sehen sein, wie sie den 1. Liga-Giganten Biglen-Arni und Recherswil-Kriegstetten Paroli bieten. Im Abstiegskampf dürfte es zudem sehr lange spannend bleiben. 

 

 

Ab hier werden die Prognosen deutlich schwieriger. Und daher kürzer.

 

In Gruppe 1 sehen wir Wasen-Lugenbach B als klaren Favoriten. Für Furore sorgen könnte auch Münchenbuchsee-Wohlen A. Gruppe 2 scheint sehr ausgeglichen, wir tippen auf Stalden-Dorf A und trauen Heimiswil B sehr viel zu. In Gruppe 3 setzen wir auf Trimstein A und Urtenen B. Gruppe 4 ist womöglich am ausgeglichensten: Dieboldshausen, Wattenwil A, Messen, Habstetten, Etzelkofen und Biel-Schwadernau A können sich allesamt Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

 

 

 

In Gruppe 1 sind nur 9 Mannschaften eingeteilt. Dadurch hat jede Mannschaft eine spielfreie Runde, dafür gibt es mit jeweils einem Konkurrenten ein Hin- und Rückspiel. Wir sind gespannt auf Gammen, das in der Meisterschaft 2025 nur gerade 3 Nummern kassiert hat. Zudem sehen wir Biberist-Dorf in der Favoritenrolle in der Gruppe 2. In der Gruppe 3 sehen wir einen Vierkampf zwischen Diessbach b. Büren, Rothrist-Olten, Busswil b. Heimiswil und Schwarzhäusern-Aarwangen um die Aufstiegsplätze. Und in Gruppe 4 würden wir am ehesten auf Schwarzenburg setzen.

 

 

Je tiefer wir landen, desto schwieriger werden die Prognosen. Wir wagen es dennoch vorsichtig: In Gruppe 1 geben wir Lyssach B am meisten Kredit. In der Gruppe 2 sehen wir einen Dreikampf zwischen Lohn, Tenniken und Schafhausen i. E. B. In der Gruppe 3 gibt es so viele Anwärter auf einen Spitzenplatz, dass wir einfach mal Grafenried-Jegenstorf als Gruppensieger droppen. Und in der Gruppe 4 sehen wir ein W-Duell zwischen Wichtrach B und Wattenwil B.

 

Für die 5. Liga geben wir an dieser Stelle gar keine Prognose mehr ab. Die Gruppen sind sehr klein und bei lediglich sieben Runden kann in Kürze die ganze Tabelle auf den Kopf gestellt werden. Hier gilt noch viel mehr als in den anderen Ligen: Spass am Spiel und an der Gesellschaft sowie Nachwuchsförderung haben höchste Priorität und zählen mehr als das Ergebnis.

 

Das wars von uns. Wir freuen uns auf viele spannende Spiele und wünschen allen Guet Nouss!

 

 

 

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